Ausgangssituation
In Meitingen sollte ein Nahwärmekonzept entstehen, das Abwärme aus benachbarter Großindustrie nutzt und dezentrale PV-Stromanlagen einbindet. Schon in der Planung mussten thermische und elektrische Abhängigkeiten berücksichtigt werden.
Fachberichte beschreiben das Projekt als Pionierbeispiel für kalte Nahwärme mit Industrieabwärme: Ein rund 1,1 Kilometer langes Wärmenetz versorgt das Neubaugebiet über dezentrale Wärmepumpen und intelligentes Energiemanagement. Eine PV-Anlage mit 99 kWp Leistung kann einen relevanten Teil des Strombedarfs regenerativ decken.
Lösung
SiMon wurde früh in die Konzeption einbezogen. Dadurch konnten Optimierungsmöglichkeiten bereits bei der Auslegung des Verteilnetzes berücksichtigt werden, inklusive Lastmanagement für thermische und elektrische Restriktionen.
- Nutzung industrieller Abwärme für die Nahwärmeversorgung
- kaltes Nahwärmenetz mit dezentralen Wärmepumpen im Quartier
- Einbindung dezentraler PV-Stromanlagen zur Eigennutzung im Quartier
- zentrales Management von Aggregaten, Verbrauchserfassung und Störmanagement
- Lastmanagement unter Berücksichtigung thermischer und elektrischer Grenzen
Ergebnis
Die frühe SiMon-Betrachtung ermöglichte eine technisch schlankere Planung. Durch die Berücksichtigung von Gleichzeitigkeiten und Optimierungspotenzialen konnten Rohrleitungsquerschnitte deutlich reduziert werden.
Meitingen zeigt, wie industrielle Abwärme, Stromerzeugung, Wärmepumpen und Quartiersversorgung gemeinsam betrachtet werden müssen, damit Planung und Betrieb wirtschaftlich zusammenpassen.