Ausgangssituation
Das kalte Nahwärmenetz in Dollnstein wurde 2013 realisiert, zu einem Zeitpunkt, als marktgängige Lösungen für visionäre Steuerungs- und Optimierungskonzepte nicht existierten. Genau aus diesem Bedarf heraus entstand SiMon als Energiemanagementsystem für anspruchsvolle Energie- und Automationsaufgaben.
Lösung
Mit SiMon wurden vorausschauende Regelstrategien, selbstlernende Algorithmen und die intelligente Einbindung der ratiotherm-Übergabestationen umgesetzt. Alle angeschlossenen Abnehmer wurden vollständig in ein zentrales Lastmanagement eingebunden.
- Kombination aus BHKW, Wärmepumpe, Grundwasser, Solarthermie und PV-Strom
- Management von Erzeugung und Verteilung thermischer Leistung
- Lastmanagement unter Berücksichtigung der Stromerzeugung
- zentrales Management der Aggregate, Verbrauchserfassung und Störmanagement
Ergebnis
Die Erzeugerseite in der Zentrale wird präzise, effizient und bedarfsorientiert gesteuert. Die Anlage setzte damals neue Standards und zeigte eindrucksvoll, wie früh anspruchsvolle Konzepte in der Nahwärmeautomation realisiert werden konnten.
Mit hohem Anteil regenerativer Energien und einer in externen Veröffentlichungen genannten CO₂-Einsparung von rund 68 bis 70 % wurde Dollnstein zu einem frühen Beleg dafür, wie Sektorkopplung technisch belastbar geführt werden kann.
Auszeichnungen und Einordnung
Dollnstein wurde als KUMAS-Leitprojekt ausgezeichnet und durch die Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune gewürdigt. Das Projekt wurde außerdem als kommunales Klimaschutz-Praxisbeispiel veröffentlicht.
Fachlich war Dollnstein ein wichtiger Impulsgeber: Die dort realisierte Kombination aus kaltem Nahwärmenetz, vorausschauender Regelung und intelligenter Einbindung der Übergabestationen wurde zum Ausgangspunkt für weitere Gespräche und Folgeprojekte im Bereich moderner Quartiersenergie.
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